Im Jahr 2023 widmeten sich drei engagierte Kameraden der Altersmannschaft der Feuerwehr Feldberg – Peter Kern, Bruno Kiefer und Bernhard Vogt – einem besonderen Projekt: Sie hauchten einer alten Tragkraftspritze aus dem Baujahr 1943 neues Leben ein. Die sogenannte „alte Dame“ war bis in die Mitte der 1960er-Jahre bei der damaligen Feuerwehr Feldberg im Einsatz und hatte danach über zwei Jahrzehnte im Dornröschenschlaf im Lager des alten Gerätehauses verbracht.
Nach dem Umzug ins neue Feuerwehrhaus 2004 geriet sie zunächst in Vergessenheit – bis die Idee aufkam, das historische Stück nicht nur zu erhalten, sondern wieder funktionsfähig zu machen und würdig im Eingangsbereich des Gerätehauses auszustellen.
Die Restaurierungsarbeiten begannen im Juni 2023. Zunächst wurde die Maschine mit Hochdruckreiniger und viel Geduld vom alten Schmutz befreit und begutachtet. Anschließend wurde sie in ihre Einzelteile zerlegt, gründlich geprüft und schrittweise instand gesetzt. Besonderes Augenmerk galt dem stark verschmutzten Vergaser und dem verharzten Zündmagneten, die nach Jahrzehnten ohne Betrieb wieder in Gang gebracht werden mussten – was mit viel Fingerspitzengefühl und technischem Know-how gelang. Wie Bernhard Vogt augenzwinkernd bemerkte: „Wenn der Vergaser suber isch un mir en Zündfunke hen, no bringe mir si z renne.“
Auch das Startsystem stellte das Team vor Herausforderungen, insbesondere das gespannte Zahnsegment, das sich bei den ersten Versuchen löste. Dank eines glücklichen Zufalls und der Hilfe eines anwesenden Feuerwehrkameraden konnten passende Stahlnieten organisiert und das Problem fachgerecht gelöst werden.
Nach erfolgreicher Inbetriebnahme zeigte sich, dass die Pumpe auch nach all den Jahren wieder zuverlässig Wasser förderte – ein besonderer Moment für alle Beteiligten. Die Maschine wurde abschließend entleert, konserviert und auf einem stabilen Holzunterbau aus heimischem Fichtenholz montiert, gefertigt von Feuerwehrkamerad und Zimmerermeister Simon Schwörer.
Heute steht die restaurierte Tragkraftspritze an ihrem neuen Platz im Eingangsbereich des Feuerwehrhauses – als stolzes Stück Technikgeschichte, Zeichen der Verbundenheit über Generationen hinweg und sichtbares Ergebnis echter Kameradschaft.
Eine begleitende Schautafel gibt weitere Einblicke in die bewegte Geschichte und die aufwendige Restaurierung der „alten Dame“.


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